Bohr- und Injektionstechnik

Verfahren zur Abdichtung und/oder Verfestigung des Untergrunds

Bei gering tragfähigen Böden werden in Abhängigkeit des Korngefüges über Manschettenrohre Zement-Ton-Suspensionen oder hochviskose chemische Reagenzien injiziert, die nach Aushärten die Tragfähigkeit des Untergrunds erheblich verbessern.

In vielen Fällen ist jedoch die Abdichtung des Bodens das wichtigere Ziel. Dies gilt insbesondere für Kluftinjektionen im Fels im Talsperren- und Dammbau, aber auch bei Tunnelbauwerken, im Untertage-Bergbau oder neuerdings bei der Eingrenzung von Müll- oder Schadstoffdeponien. Dabei werden in einem bestimmten Raster Bohrungen niedergebracht, in denen die angeschnittenen Klüfte und Hohlräume mittels geeigneter Verfahren und Medien stufenweise verpresst werden. Verpressmenge und -druck werden dabei zeitabhängig automatisch registriert.

Die Kontrolle des Verpresserfolges und damit der Abdichtung erfolgt über anschließende Wasserabpressversuche (WD-Tests).

Seit 1950 ist die Erkelenzer Bohrgesellschaft maßgeblich mit Bohr- und Injektionsarbeiten bei Talsperrenbauten und -sanierungen für Wasserbeschaffungsverbände und Talsperrenvereine - stellvertretend sei hier nur der Ruhrtalsperrenverein Essen (jetzt RV) genannt - mit Erfolg tätig.